Energie-Effizienz-Management bleibt Top-Herausforderung

Weiterhin signifikanter Handlungsbedarf für energie-intensive Unternehmen und Immobilien für die Realisierung von Kostensenkungen und Innovationen! Politische Risiken müssen immer im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren für die Unternehmen bleiben. Die aktuellen Rohstoffpreise bieten eine zusätzliche Möglichkeit, diese Einsparungen durch Investitionen langfristig ab zu sichern! Hoch aktuell veröffentlichte McKinsey im November 15 einen sehr interessanten Beitrag über den Einsatz von Energie-Effizienz-Technologien mit signifikanten Ergebnissen zur Transformation von energie-intensiven Industrie-Sektoren. Bereits im Dezember 14 postulierte der DIHK in seinem Thema der Woche "Energieeffizienz: Zweite Säule der Energiewende braucht marktwirtschaftliches Fundament" ausdrücklich die große Bedeutung einer wirtschaftlich machbaren Realisierung dieser Herausforderungen und hatte damit auch unsere Thesen & Erfahrungen grundlegend bestätigt.


Inhalt:
1. Situation im Energiemarkt und bei energie-intensiven Unternehmen und Immobilien
2. Entwicklung von Energie-Effizienz-Lösungen für die Senkung der Energiekosten und die Realisierung von Innovationen 
3. Unsere Energie-Effizienz-Services Angebote 

 

1. Situation im Energiemarkt und bei energie-intensiven Unternehmen und Immobilien
 

A.   Marktsituation und wirtschaftliche Konsequenzen:

  • Deutschland: Staatlich bedingte Umlagen dominieren die Stromkosten: 2008-13 stiegen die Verbraucherpreise um mehr als 20% bei gleichzeitigem Sinken der realen Preise um ca. 40%!
  • Europa: Energiekapazitäten werden trotz sinkenden Verbrauchs ausgebaut und die Energiepreise sinken seit 2008 von einem sehr hohen Niveau von 90 €/MWh auf ca.40 €/MWh in 2013
  • Hohe Volatilität der stark gewachsenen erneuerbaren Energien erfordert enorme traditionelle  Ausgleichskapazitäten, die leider nicht CO2-neutral durch fossile Energien gedeckt werden
  • Sehr hoher Nachholbedarf bei Speicher, Energienetzen und Markt-Integration
  • Staatliche Unterstützung der „Reindustrialisierung“ durch Energiepolitik in vielen Ländern, z.B. USA und jetzt auch in der EU? (EU-Studie 22.1.2014: „Energiepreise und -kosten“)
    und hoch aktuell
  • Globale Bedeutung von Technologien zur Transformation der Energienutzung in den verschiedensten energie-intensiven Industrie-Sektoren wird signifikant zunehmen bei einem Energiebedarf, der bis 2030 um 25% wachsen soll. (McKinsey, Nov.15: "Technologies that could transform how industries use energy")
 
      Wirtschaftliche Konsequenzen:
  • Die erneuerbaren Energien können die konventionellen Energien nur begrenzt ersetzen
  • Die geringere Nachfrage wird die Preise weiter erhöhen, daher sind Maßnahmen zur Steigerung der Energie-Effizienz zweischneidig:
    einerseits  werden Verbrauchsmengen im Markt reduziert, andererseits müssen dann die Preise wegen der (Fix-) Kosten der Anlagen & Infrastruktur steigen.
  • Entscheidungen für konkrete Maßnahmen und Investitionen in die Energie-Effizienz durch innovative Lösungen hängen zum großen Teil von den Impacts auf die Wertschöpfung und von der Finanzierung durch Einsparungen von staatlichen Umlagen in Deutschland ab:
    • Dezentralisierung der Energie-Produktion (Eigenproduktion)
    • Steigerung der Energieeffizienz über innovative Lösungen in den Kern- und Energie-Prozessen, z.B. Verbrauchs-Steuerung oder „Energie-Recycling“ (Abwärme oder integrierte Wärme- / Kälte- Nutzung)
 
 

B. Situation energieintensiver Industrie-Unternehmen

„Energie - ein sehr wichtiger Wettbewerbsfaktor:
Die Erhöhung der Energieeffizienz wird als eine zentrale Säule für eine sichere, wirtschaftliche & nachhaltige Energie-Versorgung gesehen. Eine Reduzierung des gesellschaftlichen Energieverbrauchs ohne eine gleichzeitige Gefährdung des wirtschaftlichen Wachstums schont die erschöpflichen fossilen Energieressourcen und leistet einen Beitrag zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen.“

Energie ist einer der bedeutendsten Kostenfaktoren für Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit einem Kostenanteil von 10-50%. Diese konnten seit 1990 bereits eine signifikante Reduktion von Energieverbrauch (10-40%) und CO2 Emissionen (20-50%) erreichen. In allen energieintensiven Branchen stehen die deutschen Unternehmen im internationalen Vergleich mit an der Spitze. Trotzdem sind bei ihnen die Energiekosten in nur 5 Jahren (2003-08) um 30-80% gestiegen!
(Quellen: RWI Projektbericht 11.2010 und VIK Tätigkeitsbericht 12-13)

Die Energiepolitik wird in verschiedenen Ländern gezielt eingesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industriestandorte dieser Länder zu stärken:
Die Kosten für Industrie-Energie in Deutschland betragen bis zum 4-fachen anderer Länder, so dass immer mehr Großunternehmen überlegen, ihre energieintensive Produktion zu verlagern. Eine Welle der Verlagerung würde diese Energie-Bedrohung für Mittelständler weiter verstärken, da für sie eine kostspielige Verlagerung in vielen Fällen an den finanziellen Bedingungen scheitern dürfte.
Damit benötigen auch die mittelständischen Zulieferer dringend neue, innovative Energie-Effizienz- Lösungen, um ihre Standorte und Existenz zu sichern.

Die Folgen der zunehmend staatlichen Energie-Kostenlawine in Deutschland sind für viele Unternehmen bedrohlich, auch und gerade wenn durch Subventionen in den Markt eingegriffen wird und nur einige ausgewählte Firmen unterstützt werden. Damit hängen die Firmen immer mehr von volatilen und widerstreitenden staatlichen Entscheidungen ab, die existenzbedrohend werden können.
Sinnvolle europäische Lösungen für den Energiemarkt erscheinen in weiter Ferne, auch auf Grund der zum Teil völlig unterschiedlichen Strukturen in den EU Ländern. Die letzten Veröffentlichungen der EU zeigen jedoch endlich in eine neue Richtung, da bei der Realisierung des Prioritätsziels, die EU zu re-industrialisieren,die Energiekosten als ein entscheidender Wettbewerbsfaktor angesehen werden. (DIHK 23.1. und DIHK BaB vom 24.2.14) 
Entscheidend ist jedoch, dass die Realisierung der Energie-Effizienz wirtschaftlich machbar bleibt, vor allem für den Mittelstand (DIHK 11.12.14)

C. Situation im Sektor Internationales Immobilien Management:

In den Segmenten „Hotel / Konferenz-“ sowie „Gewerbe-“ Immobilienmit signifikanten Nebenkosten-Strukturen, kann die Energie-Effizienz zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für Mieter und Käufer und damit für das Vermögens-Management-Potential werden. Der Anteil der Energiekosten ist z.B. bei Immobilien im Sonnengürtel unserer Welt durch den Klimatisierungs- / Kühlungsbedarf besonders hoch und bedarf spezifischer Lösungen, z.B. durch neue Technologien des „Solar Cooling“. Die Erfahrung zeigt, dass Gewerbeimmobilien mit gleichzeitig hohem Wasser-, Strom-, Wärme / Kälte-Bedarf besonders interessant sind, genauer auf ihre Effizienz hin überprüft zu werden.

Für die kurzfristige Entwicklung eines Energie-Effizienz Controllings besteht jedoch im Immobiliensektor oft ein grundlegendes Problem der Verfügbarkeit von Daten und Informationen, die auf objektiv richtigen und vergleichbaren Messdaten basieren. Hier besteht großer Handlungsbedarf, um das Einspar-Potential von energie-intensiven Immobilien zu fördern.
Immobilien-Zertifizierungen (z.B. BREEAM, LEED) sind ein erster Schritt, um das Bewusstsein der Marktteilnehmer zu schärfen und mit der Energie-Effizienz voran zu kommen: Sie zeigen bereits erste, zum Teil signifikante Auswirkungen im Markt auf Mieten und Preise.
 

2. Entwicklung von Energie-Effizienz-Lösungen für die Senkung der Energiekosten und die Realisierung von Innovationen 


  D. Anforderungen an Energie-Effizienz-Services

  • Steigerung der Energie-Effizienz mit innovativen Lösungskonzepten
    • Energie-Effizienz Controlling für die objektive Beurteilung der EE Situation und Chancen
    • Darstellung der Impacts auf Wertschöpfungs- und Energie- Prozesse
    • Identifizieren von Effizienz-Potentialen über
      • Energie-Recycling, z.B. nutzen vorhandener Energie und Abwärme
      • Wärme-Kälte-Ausgleich zur optimalen Unterstützung der Wertschöpfung
      • Innovative Energie-Steuerung mit direkten Impacts auf die Wertschöpfung
         
  • Dezentrale & unabhängige Energieversorgung
    • Firmeninterne Lösungen
      • Integration in firmeninterne Grids
      • Vernetzung der Energieprozesse
      • Integration von Wertschöpfungs- und Energie- Prozessen
    • Firmenexterne Integration und Lösungen, wie
      • Einfluss auf regionale Energieversorger
      • Integration in firmenexterne Grids
      • Entwicklung von Shared Services für Betrieb und Energie-Steuerung / Controlling
  • Unternehmens-Finanzierungs-Konzepte
    • Finanzierungs- und Contracting-Modelle
    • Shared Services Modelle
    • Finanzierung & Abwicklung von Energie-Technologie Exporten
       

  E. Energie-Effizienz-Hebel als Basis für die Lösungsansätze


    Wir sehen die folgende 3 prinzipiellen Lösungsansätze:

  1. Energie "Faktor-Preise / Kosten": Make-or-Buy
  2. Energie-Prozess-Effizienz: Energie Recycling sowie Ausgleichs- und Ausfall Management (Strom, Wärme, Kälte & Wärme-Kälte-Kopplung)
  3. Integration von Energie-Effizienz in die Geschäftsprozesse:
    Abläufe & Strukturen, Kosten, Qualität mit ihren wirtschaftlichen Wirkungen / Impacts
     

3. Energie-Effizienz-Services Angebote 

  • Energie-Effizienz-Assessment und 
  • Vorschläge zur Reduktion der Energiekosten
  • Lösungskonzepte für Energie-Effizienz-Management und Controlling
  • Realisierung von Energie-Effizienz Projekten
  • (Shared) Services-Konzepte für operativen Betrieb und EE-Steuerung
  • Unterstützung bei der Realisierung von Finanzierungs- und Contracting-Modellen

Wir unterstützen die ganzheitliche Entwicklung & Realisierung von Energie-Effizienz-Projekten über
ein Netzwerk von Energie-/ Technologie- und Wirtschafts- Kompetenzen mit langjähriger Erfahrung

für den Erfolg unserer Kunden.